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23.08.2017

Vorversuch für „Kammerlösung“ läuft

Im Rahmen der von Verkehrsminister Winfried Hermann moderierten Vermittlungsgespräche zwischen dem Landkreis Calw als Vorhabenträger der Hermann-Hesse-Bahn und den anerkannten Naturschutzverbänden wurde in den vergangenen Monaten die sogenannte „Kammerlösung“ erarbeitet. Sie gilt als vielversprechender Ansatz, wie der Betrieb der Schienenverbindung realisiert und gleichzeitig die Fledermausvorkommen im Tunnel „Hirsau“ zwischen Calw und Hirsau sowie im Tunnel „Forst“ zwischen Ostelsheim und Althengstett geschützt werden können. So soll ein Teil der Tunnel abgetrennt und zwei separate Kammern für den Bahnbetrieb und das Fledermausquartier eingerichtet werden.

 

„Unser Ziel ist es, die Koexistenz von Bahnverkehr und Fledermäusen zu sichern“, betont Projektleiter Michael Stierle.

 

Um mögliche Auswirkungen der geplanten räumlichen Veränderung vor und in den Tunneln auf das Verhalten der Fledermäuse beobachten zu können, wurde in einem derzeit laufenden Vorversuch eine provisorische Variante der geplanten Kammerlösung vor dem Südportal des Hirsauer Tunnels aufgebaut. Dieses Portal weist eine ausreichend hohe Fledermausaktivität auf, um mögliche Verhaltensänderungen innerhalb eines vergleichsweise kurzen Zeitraums erkennen zu können. Das Verhalten der Fledermäuse wird durch den Einsatz verschiedener Methoden erfasst. Dabei kommen zum einen akustische Erfassungsgeräte zum Einsatz, welche die Aktivität der Fledermäuse anhand ihrer Ultraschallrufe dokumentieren. Zum anderen beobachten visuelle Erfassungsgeräte (Digital-, Wärmebild- und Infrarotkameras) auch das Flugverhalten der Tiere bei Nacht.

 
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