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Geschichte

Es war einmal – die Württembergische Schwarzwaldbahn

Schon Hermann Hesse schwärmte von der Württembergischen Schwarzwaldbahn. Jetzt wird der Schriftsteller Namenspatron für die Hermann-Hesse-Bahn, die dem Traditionszug nachfolgt – und ihre Fahrt in Richtung Zukunft aufnimmt.   Die Ereignisse vom Bau ab Stuttgart-Zuffenhausen bis zur Stilllegung des Abschnitts Weil der Stadt – Calw. Eine Zusammenfassung.

 

Die Württembergische Schwarzwaldbahn

1872 wird die Württembergische Schwarzwaldbahn Stuttgart – Leonberg – Weil der Stadt – Calw eröffnet. Munter dampfte die Bahn von nun an durch die Region, brachte die Menschen in die Großstadt Stuttgart oder in den schönen Schwarzwald.

 

1940 Der Streckenabschnitt zwischen Stuttgart und Weil der Stadt wird elektrifiziert.

 

1953 Auf dem Abschnitt Weil der Stadt – Calw werden ab sofort dieselgetriebene Schienenbusse eingesetzt.

 

1978 Der Streckenabschnitt Stuttgart – Weil der Stadt gehört jetzt zum Netz der S-Bahn Stuttgart. Die Dieseltriebwagen, die auf der Strecke Weil der Stadt – Calw verkehren, sind Zubringer für den S-Bahnverkehr.

 

Am 27. Mai 1983 fährt der letzte Personenzug auf dem Abschnitt Weil der Stadt – Calw. Traurig verabschieden sich Bahnfahrer von ihrem „Bähnle“.

 

1988 fährt der letzte Güterzug auf dem Abschnitt Weil der Stadt – Calw. Die Bundesbahn stellt den Betrieb ein.

Im Takt der Zukunft – die Hermann-Hesse-Bahn

Vom Kauf der stillgelegten Trasse Weil der Stadt – Calw bis zur Wiederinbetriebnahme.
Ein Überblick.

 

1994 Kauf der 1989 gänzlich stillgelegten Bahnstrecke Weil der Stadt – Calw durch den Landkreis Calw.

 

seit 2001 Untersuchung verschiedenster Reaktivierungsvarianten, darunter auch der Neubau einer Trasse von Calw über das Stammheimer Feld, Machbarkeitsstudien und Nutzen-Kosten-Untersuchungen, die noch nicht zu einem Durchbruch führen.

 

2006 im Rahmen einer Netzbetrachtung für den Schienenverkehr im Landkreis Calw kommen erste Überlegungen zu einer Verlängerung der S6 über Weil der Stadt hinaus bis nach Calw auf.

 

2008 Lohnt sich die Bahn? Nutzen und Kosten einer Verlängerung der S6 werden untersucht und die erste Standardisierte Bewertung der Strecke Calw – Weil der Stadt wird durchgeführt.
 

bis 2013 Ein Konzept wird ausgearbeitet, das die Wiederinbetriebnahme der Schwarzwaldbahn als Hermann-Hesse-Bahn zwischen Renningen – Weil der Stadt – Calw vorsieht.

 

2015 Das Ergebnis der sogenannten Standardisierten Bewertung fällt positiv aus. Der Nutzen-Kosten-Indikator bei Dieselbetrieb liegt bei 1,21. Die Förderwürdigkeit des Projekts wird bestätigt.

 

2015 Planfeststellungs- und Plangenehmigungsanträge laufen, notwendige Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz werden geplant bzw. umgesetzt.

 

Juni 2015 Das Landesverkehrsministerium, die Region Stuttgart, die Landkreise Böblingen und Calw sowie alle fünf Anrainerkommunen einigen sich auf die Realisierung des Bahnprojekts in Stufen (sogenanntes Stufenkonzept).

 

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann gibt die Zusage zur Kostenübernahme des Landes für die Hermann-Hesse-Bahn in Höhe von 50 Prozent der Baukosten (bis zu 25 Millionen Euro).

 

2016 Vorliegen des Planfeststellungsbeschlusses für den Abschnitt des Neubautunnels und des zweigleisigen Ausbaus in Ostelsheim

 

2016 Der Antrag auf Fördermittel in Höhe von 50 Prozent der Baukosten wird beim Landesverkehrsministerium gestellt

 

2017  Der Zweckverband, der durch den Landkreis Calw, die Stadt Calw sowie die Gemeinden Athengstett und Ostelsheim gegründet wurde, nimmt seine Tätigkeit auf.

 

2017 Spatenstich für Sanierung und Ausbau der Strecke.

 

2017 Vorliegen aller weiterer Planfeststellungen und -genehmigungen

 

2018 Die Hermann-Hesse-Bahn geht in Betrieb.

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