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21.07.2017

Ideen zur Lösung der Fledermaus-Frage

Hinsichtlich der Realisierung der Hermann-Hesse-Bahn im Nordschwarzwald gibt es
Bewegung. Der Vermittlungsprozess von Verkehrsminister Winfried Hermann hat
maßgeblich dazu beigetragen, dass der Landkreis Calw und die Naturschutzverbände
in den vergangenen Monaten konstruktive Gespräche geführt haben. Nun ist eine
mögliche Lösung in Sicht, wie der Betrieb der Schienenverbindung realisiert und
gleichzeitig die Fledermausvorkommen im Hirsauer und Forster Tunnel geschützt
werden können. 
 
Dies ist das Ergebnis des Abschlussgespräches des Vermittlungsprozesses am Frei-
tag, 21. Juli 2017 in Stuttgart, bei dem das Projektteam die Zwischenergebnisse aus
den Arbeitsgruppen vorstellte. Der Minister sagte: „Die Wiederinbetriebnahme der
Hermann-Hesse-Bahn ist mir persönlich sehr wichtig, um den Raum Calw mit dem
umwelt- und klimafreundlichen Schienenverkehr an den Raum Stuttgart anzubinden.
Dabei müssen allerdings auch die wichtigen Fragen des Natur- und Artenschutzes
beachtet werden.“
 
In mehreren Arbeitsgruppen haben Vertreter des Landkreises Calw und der Natur-
schutzverbände mit Unterstützung von Fachleuten hierzu verschiedene Ansätze dis-
kutiert. Der gemeinsame Vorschlag ist eine „Fledermauskammer“, bei der ein Teil der
Tunnel für die Fledermäuse abgetrennt wird. Die so geschützten Bereiche sind für
den Betrieb der Hermann-Hesse-Bahn nicht erforderlich und könnten den Fledermäu-
sen weiterhin als Lebensraum dienen. Eine Expertengruppe von Landkreis und Natur-
schützern erarbeitet derzeit eine Machbarkeitsstudie. Mit dieser soll herausgefunden
werden, ob das angedachte „Kammer-Trenn-System“ wirklich Bahnverkehr und Fle-
dermausschutz zusammenbringen kann. 

 

Quelle: https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/presse/pressemitteilung/pid/hermann-hesse-bahn-ideen-zur-loesung-der-fledermaus-frage/

 
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